Über uns

Jeder hat seine eigene Meinung zur Massentierhaltung. Aber unabhängig davon gibt es Auswirkungen der Massentierhaltung, die uns vor Ort direkt angeht. Und deswegen haben wir uns zusammengefunden und am 29.11.2016 mit 22 Mitstreitern die Bürgerinitiative (BI) “Königs Wusterhausen stinkt’s” gegründet.

Blockade bei Wiesenhof - Foto Peter Schöpl
Blockade bei Wiesenhof – Foto Peter Schöpl

Die BI „KW stinkt’s“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Erweiterung der Wiesenhof-Schlachthofes in Niederlehme, einem Ortsteil von Königs Wusterhausen, zu verhindern. Unterstützt wird die Bürgerinitiative, deren Gründungsmitglieder überwiegend lokal betroffene Bürgerinnen und Bürger aus Niederlehme, Neue Mühle und Zernsdorf sind, von den Freien Wählern Königs Wusterhausen, dem Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen, Germanwatch e.V., dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), dem Bund Naturschutz in Deutschland (BUND), der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) und der Initiative „Tierfabriken-Widerstand“ sowie von Mitmenschen, denen Menschen- und Tierwohl gleichermaßen am Herzen liegen und sich für eine gesunde Entwicklung der Stadt Königs Wusterhausen und der Region einsetzen.

 

Einfahrt zu Wiesenhof NiederlehmeDas Vorhaben der Märkischen Geflügelhof-Spezialitäten GmbH, einem Unternehmen der Wiesenhof-Gruppe, umfasst im Wesentlichen die Erhöhung der Schlachtleistung von 190 Tonnen Lebendgewicht pro Tag auf 352 Tonnen Lebendgewicht pro Tag. Das heisst, dass dort in Zukunft bis zu 240.000 Tiere pro Tag geschlachtet werden sollen. Nicht nur, dass Wiesenhof mit einer derartigen Großanlage ein Monopolist für Schlacht- und Schadstoffkapazitäten wird, sondern Wiesenhof schafft damit auch noch mehr menschenunwürdige Arbeitsplätze und verursacht noch massivere Lärm- und Geruchsbelastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner und für die nahegelegene Grundschule. Die Grundwasserentnahme von einer Million Litern pro Tag und die Einleitung entsprechender Abwässer in die Kanalisation belastet den Wasserhaushalt unwiederbringlich.

 

Nach Berechnungen von germanwatch könnten für die maximale Schlachtkapazität bis zu 190 neue Mastställe entstehen. Wenn diese Tiere nicht hunderte von Kilometern transportiert werden sollen, werden diese Ställe in der Region, sprich Südost-Brandenburg entstehen. Eine derartige Erweiterung der Mastkapazitäten verdrängt alle anderen Halter von Geflügel und sprengt die Aufnahmekapazität der Region von Schadstoffen aus der Mast, Nitrate, aber auch Medikamenten, Hormonen und birgt die Gefahr der Verbreitung multiresistenter Keime.

 

Daher appelliert die Bürgerinitiative „Königs Wusterhausen stinkt’s“ an Politik, Verwaltung und an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Region Berlin, Landkreis Teltow-Fläming, Landkreis Dahme-Spreewald und Landkreis Oder-Spree, sich gegen eine Erweiterung des Schlachthofs auszusprechen.

 

Genaues Nachfragen lohnt sich, dass haben wir nun im Januar 2017 feststellen können. Das Erweiterungsverfahren lief nicht einfach so durch, sondern aufgrund unserer Einwendungen und Hinweise an die Stadt, den Landkreis und das Landesamt für Umwelt wurde ein neuer Erörterungstermin mit neuen Antragsunterlagen anberaumt.

Mehr als 280 Bürgerinnen und Bürger haben Einwendungen gegen die Erweiterung vorgebracht. Zu Beginn des Erörterungstermins am 30. März 2017 demonstrierten etwa 50 Personen gegen die Schlachtanlage. Es wurde klar, dass der Schlachthof die für seinen Betrieb notwendigen Genehmigungen scheibchenweise beantragt und sogar schon Bauten ohne Baugenehmigung errichtet hat. Es wurde von mehreren Anwohnerinnen und Anwohnern festgestellt, dass in den letzten beiden Jahren der Betrieb des Schlachthofes schon erheblich ausgeweitet wurde.


Regen- oder Abwasser? 

Hier geht es zur Bildergalerie von Wasser, dass im Wald neben an versickert.

 


Hier geht es zum Text (PDF) unserer ersten Pressemitteilung.

Hier geht es zur zweiten Pressemitteilung vom 10. Januar 2017.

Hier geht es zu unserem Brief (als PDF) an den Ministerpräsidenten Woidke, der unsere Meinung zum Verfahren offenliegt. Ähnliche Briefe gingen an die Stadt (und den Rat), den Landkreis, das Landesumweltamt, das Landesministerium und das Bundesagrarministerium.