Gegendarstellung in Wahlkampfzeiten

vom 03.08.2017 an Christine Gisder, Kablow Ziegelei:

Sehr geehrte Frau Gisder,

Unter https://www.gt-worldwide.com/de/kategorie/thema/autoren-gastautoren-in-gt/autoren-r/michael-reimann.html haben Sie am 29.07.2017 einen Kommentar von Michael Reimann veröffentlicht, in dem unwahre oder nicht geäußerte Tatsachenbehauptungen gemacht werden.

Ich bitte Sie daher folgende Gegendarstellung am gleichen Ort zu veröffentlichen:

Michael Reimann behauptet:

„Die Kandidatin der Linken/Grünen hat sich zum Ziel gesetzt, ca. 700 Arbeitskräfte aus KW zu vertreiben. Sie will den größten Arbeitgeber von Stadt und Region weg haben.“

Dies entspricht in keiner Weise der Wahrheit und wird unbewiesen behauptet. Die Kandidatin der Parteien DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Gudrun Eichler aus Neue Mühle, Königs Wusterhausen setzt und setzte sich kritisch mit den Erweiterungsplänen der Märkischen Geflügelhof-Spezialitäten GmbH, Niederlehme auseinander. Gudrun Eichler hat dabei stets betont, dass es Ihr nicht um pauschale Kritik an dem aus DDR-Zeiten stammenden und von Wiesenhof in diesem Umfang fortgeführten Betrieb geht. Vielmehr kritisiert sie die Betriebsführung, die wiederholt und wohl auch weiterhin gegen Gesetze, Verordnungen und Auflagen verstößt. Belegt sind die Verstöße durch mehrere Antworten auf Anfragen im Brandenburgischen Landtag und zuletzt durch die am 20.06.2017 auf Landesebene von Minister Vogelsänger (SPD) angeordnete Teilstillegung des Wiesenhofbetriebes in Niederlehme.

 Michael Reimann unterstellt des Weiteren:

„ … die Verbreitung von Halb- und Unwahrheiten [sei] ein probates Mittel. Diese kurzsichtige populistische Art, mit Fake-News die Menschen zu verunsichern und zu falschen Entscheidungen zu drängen, scheint mir völlig untauglich für einen Bürgermeister zu sein. Unsere Hähnchen sollen wir dann eher aus Thailand oder mit Chlor konserviert aus den USA kommen.“

 Gudrun Eichler verwahrt sich gegen die nicht belegten Unterstellungen und die ehrabschneidenden Behauptungen des Verbreitens von Halb- und Unwahrheiten oder gar des bewusste Fälschens von Nachrichten als „Fake-News“. Richtig ist dagegen, dass Gudrun Eichler in der Öffentlichkeit immer nur belegte, gut und mühevoll recherchierte Tatsachen geäußert hat. Gerade das hat sie unter anderem für die Mitglieder der Parteien DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN als Bürgermeisterkandidatin qualifiziert. Zur Herkunft der Hähnchen hat sich Gudrun Eichler überhaupt nicht geäußert, wobei im Übrigen bekannt ist, dass Deutschland erheblich mehr Hähnchenfleisch produziert als für den eigenen Bedarf erforderlich.

Schließlich unterstellt Michael Reimann der Bürgermeisterkandidatin, sie halte „Arbeitsplätze, von denen Familien ja bekanntlich leben, [für] … eher unwichtig.“ Diese Behauptung ist völlig aus der Luft gegriffen. Gudrun Eichler war bei Ihrem Engagement im Zusammenhang mit dem Schlachthof Niederlehme immer klar, dass es sich hierbei auch um wirtschaftliche und soziale Fragen dreht. Herr Reimann verwechselt Ursache und Wirkung: Ursachen für die Probleme bei Wiesenhof liegen beim Management und nicht bei denen, die gesetzeswidrige Handlungen der Betriebsleitung aufdecken und sich für eine gute Qualität der Arbeitsplätze einsetzen. Eine Arbeitsplatzgefährdung entsteht damit durch Missachtung von Recht und Gesetz auf Seiten der Betriebsleitung. Nur so können auch die Beurteilungen des Landesumweltamtes und des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) gewertet werden.

Mit freundlichem Gruß

Gudrun Eichler, Michael Wippold, Andreas Rieger

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