Pressemitteilung zur Gründung der BI KW stinkt’s

„KW stinkt´s“
Bürgerinitiative gegen die Erweiterung der Geflügelgroßschlachterei in Niederlehme, Königs Wusterhausen
c/o Andreas Rieger, Zum Kanal 16, 15907 Lübben (Spreewald)
T: 03546 226680 F: 03546 226928 M: 0172 3402617
info@kw-stinkts.de

PRESSMITTEILUNG

Königs Wusterhausen, den 30. November 2016

KW stinkt´s

Gestern, Dienstag, den 29. November 2016 hat sich in Königs Wusterhausen die Bürgerinitiative
„Königs Wusterhausen stinkt´s“ gegründet, Information hierzu unter www.kw-stinkts.de .
Die BI „KW stinkt´s“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Erweiterung der Wiesenhof-Schlachthofes in
Niederlehme, einem Ortsteil von Königs Wusterhausen, zu verhindern. Unterstützt wird die
Bürgerinitiative, deren Gründungsmitglieder überwiegend lokal betroffene Bürgerinnen und
Bürger aus Niederlehme, Neue Mühle und Zernsdorf sind, von den Freien Wählern Königs
Wusterhausen, dem Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen, Germanwatch e.V., dem
Naturschutzbund Deutschland (NABU), dem Bund Naturschutz in Deutschland (BUND) und der
Initiative „Tierfabriken-Widerstand“ sowie von Mitmenschen, denen Menschen- und Tierwohl
gleichermaßen am Herzen liegen und sich für eine gesunde Entwicklung der Stadt Königs
Wusterhausen und der Region einsetzen.

Das Vorhaben der Märkischen Geflügelhof-Spezialitäten GmbH, einem Unternehmen der
Wiesenhof-Gruppe umfasst im Wesentlichen die Erhöhung der Schlachtleistung von 190 Tonnen
Lebendgewicht pro Tag auf 352 Tonnen Lebendgewicht pro Tag. Das heisst, dass dort in Zukunft
bis zu 240.000 Tiere pro Tag geschlachtet werden sollen. Nicht nur, dass Wiesenhof mit einer
derartigen Großanlage ein Monopolist für Schlacht- und Schadstoffkapazitäten wird, sondern
Wiesenhof schafft damit auch noch mehr menschenunwürdige Arbeitsplätze und verursacht noch
massivere Lärm- und Geruchsbelastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner und für eine
nahegelegene Grundschule. Die Grundwasserentnahme von einer Million Litern pro Tag und die
Einleitung entsprechender Abwässer in die Kanalisation belastet den Wasserhaushalt
unwiederbringlich.

Nach Berechnungen von germanwatch könnten für die maximale Schlachtkapazität bis zu 190
neue Mastställe entstehen. Wenn diese Tiere nicht hunderte von Kilometern transportiert werden
sollen, werden diese Ställe in der Region, sprich Südost-Brandenburg entstehen. Eine derartige
Erweiterung der Mastkapazitäten verdrängt alle anderen Halter von Geflügel und sprengt die
Aufnahmekapazität der Region von Schadstoffen aus der Mast, Nitrate, aber auch
Medikamenten, Hormonen und birgt die Gefahr der Verbreitung multiresistenter Keime.
Daher appelliert die Bürgerinitiative „Königs Wusterhausen stinkt´s“ an Politik, Verwaltung und
an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Region Berlin, Landkreis Teltow-Fläming, Landkreis
Dahme-Spreewald und Landkreis Oder-Spree sich gegen eine Erweiterung eines solchen
Schlachthofs auszusprechen.

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