Wasserschutz bei Wiesenhof?

Regenabwasser WSH 1

Im April 2017 konnten wir einen bedenklichen Umgang des Wiesenhof-Schlachthofs in Königs Wusterhausen mit verschmutztem Regenwasser auf dem Betriebsgelände feststellen. Wir alarmierten zusammen mit den Abgeordneten Annalena Baerbock (MdB) und Benjamin Raschke (MdL) die Untere Wasserbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald, die daraufhin zahlreiche Auflagen erteilte. Die Missstände sollten sämtlich bis zum 31.08.2017 beseitigt werden.

neue Austrittsstelle Regenwasserversickerung bei Wiesenhof im Juni 2017
neue Austrittsstelle Regenwasserversickerung bei Wiesenhof im Juni 2017

Auf Nachfrage erfuhren die Abgeordneten im November 2017, dass sich die Entwässerungsanlagen augenscheinlich immer noch in desolatem Zustand befanden. Verladeflächen waren verschmutzt und nicht an einen Absetzschacht oder die Kanalisation angeschlossen, das Absetzbecken für das Filterspülwasser war verschlammt.

Auf erneute Nachfrage wurde im Februar 2018 mitgeteilt, dass sich die Situation in diesem Bereich offenbar verbessert hat. Allerdings rutschen nach wie vor Böschungen in die Versickerungsbecken und die sogenannte „Seuchenwanne“, die bei Seuchengefahr der Fahrzeugdesinfektion dient,  ist immer noch nicht an den Abwasserkanal angebunden.  „Gerade nach der Vogelgrippe im letzten Jahr ist das völlig unverständlich“, so Benjamin Raschke. „Ich mache mir Sorgen wegen der anhaltenden Nachlässigkeit des Betreibers im Umgang mit verschmutztem Wasser, umso mehr, weil das Gelände an ein Trinkwasserschutzgebiet grenzt. Ein sorgfältiger Umgang mit Wasser auf dem Betriebsgelände ist bei der Anlieferung von über 120.000 Tieren am Tag und bei Desinfektion der Fahrzeuge unerlässlich.“

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